Spam
Hiermit möchte ich mich ausdrücklich von Spam distanzieren, die meine E-Mailadresse enthält.
Ich habe gerade mit Entsetzen festgestellt, dass es solche E-Mails gibt. An dieser Stelle muss ich deshalb klarmachen, dass ich nicht der Versender dieser Mails bin.
Meine Adresse ist durch einen so genannten E-Mailspider gesammelt wurden, so bekomme ich Spam und Spam wird mit meiner E-Mailadresse gesendet.
Das wahre Leben
Nach langer Zeit möchte ich etwas Werbung für einen Film machen (Trailer siehe unten), den ich zwar noch nicht gesehen habe, aber unbedingt sehen möchte. Worum es in dem Film geht sollte ich hier nicht noch mal zum Besten geben, das überlasse ich lieber Hartmut Ernst, der für das Engels Magazin einen Bericht geschrieben hat:
Bumm! Erst erwischt’s den Briefkasten, dann war’s das für die Gipsfigur im Vorgarten der Nachbarn: Rolands Sohn Linus durchlebt gerade recht explosiv seine Pubertät und bastelt Bomben. Sein Bruder Charles erlebt derweil beim Bund sein Coming Out, Mutter Sybille (Katja Riemann) vertreibt sich die Zeit als Galeristin, wo ihr ein Kollege nachstellt. Von all dem bekommt Roland (Ulrich Noethen) nichts mit. Erst als man ihm seinen ausfüllenden Job im Risikomanagement eines Großkonzerns kündigt, sieht er sich von einem Tag auf den anderen mit dem konfrontiert, dem er all die Jahre erfolgreich aus dem Weg gegangen ist – seiner Familie. Die Guten-Tag-auf-Wiedersehen-Sippschaft ist damit passé, der Knatsch vorprogrammiert. Übersprungshandlungen wechseln von nun an ab mit Streit und Schweigen und sind Konsequenzen einer verloren gegangenen Kommunikation.
Das klingt nach Klischee. Klischees werden von Alain Gsponer auch bedient, doch er reiht sie nicht selbstzweckhaft aneinander. Gsponer kann mehr. Er entfernt sich vom Trivialen, indem er das Klischee kitschbefreit in Zusammenhänge stellt, die so alltäglich sind, so wahr, menschlich und die eher Klischee sind, weil man sich in ihnen wieder findet. Ohne seine Figuren als Karikaturen zu verkünsteln, überspitzt Gsponer hin und wieder die Momente zur Satire. Sie wechseln sich ab: Momente, die einen im Boden versinken lassen und Momente der Befreiung – Schmerz und Schmunzeln. Die Berg- und Talfahrt wird von einem großartigen Ensemble getragen: Noethen gibt den armseligen Familienvater, ohne sich zum Clown zu machen, Katja Riemann hat eine (dunkelhaarige!) Rolle gefunden, in der sie ihr Können unter Beweis stellen kann wie leider viel zu selten, und mitten hinein prescht dann noch als Nachbarstochter Johanna Herzsprung, die gerade in “Vier Minuten” vergleichbar rebellisch die Welt auf den Kopf stellt. Gsponer nimmt die Wirklichkeit nie zu ernst, und das erst macht sie hier so wahrhaftig. Sein Exkurs endet als Tragikomödie, und die kommt dem Leben ja vielleicht am nächsten.
(Hartmut Ernst, choices)
Der Film läuft im Wuppertaler Cinema.
Tags
Archive
- Dezember 2011
- Mai 2011
- April 2011
- Dezember 2010
- Oktober 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- Mai 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- Juli 2007
- Juni 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Januar 2007
- Dezember 2006





