Government 2.0 Camp #1 am 28.8.2009 in Berlin
Obama. Und sein digitaler Wahlkampf. Alle reden drüber. Klar, schließlich sind im September Bundestagswahlen, und bis dahin gibt es mehrere Landtags- und Kommunalwahlen. Natürlich spielt das Internet und seine Möglichkeiten für den Wahlkampf deshalb in den verschiedensten Diskussionen eine Rolle. Letzendlich finden Wahlkämpfe aber nur alle paar Jahre statt, deshalb ist das Thema bald auch abgehackt. Dann wird es wirklich interessant: Wie können Regierungen und Verwaltungen das Internet und vor allem Soziale Medien nutzen?
Als Soziale Medien (Experten sagen Social Media) bezeichnet man Plattformen zum Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen. Dies können klassische Communitys sein, Blogs, aber auch andere Portale wie Twitter, Flickr oder Youtube. Social Media unterscheidet sich vor allem durch Interaktion von klassischen Medien. Häufig spielen auch benutzergenerierte Inhalte (User Generated Content) eine Rolle.
Viele Städte, Behörden und Ministerien haben Intranets und sind im Internet bereits mit Webseiten vertreten, die Möglichkeiten, die sich durch Social Media ergeben, werden aber kaum genutzt. Dabei gäbe es viele Möglichkeiten, um Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit bereits auf kleinster Ebene zu organisieren und so den Bürgerservice zu verbessern und mehr Demokratie zu wagen. Als Schlagwort wird häufig E-Government genannt, also das „Regieren und Verwalten mit Unterstützung von Informations- und Kommunikationstechniken“ (Wikipedia).
Diesem Thema will sich die Konferenz “Verwaltung trifft Social Media” am 28. August 2009 in der Hertie School of Governance in Berlin widmen. Es soll darum gehen, „eGovernment in Deutschland gemeinsamen auf eine neue Stufe zu heben“ (Veranstalter-Info). Deshalb sollen Experten aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Unternehmen oder NGOs über ihre Erfahrungen und ihr Wissen berichten und Best Practices Beispiele aus Ländern oder kommunaler Ebene vorstellen.
Das Gov 2.0 Camp wird als Barcamp organisiert. So wird sichergestellt, dass viele Teilnehmer tatsächlich über ihre Erfahrungen berichten können und es bei offenen Diskussionen möglichst viel Inspiration gibt.
Unterstützt wird die Veranstaltung, unter anderem durch den IT Beauftragten der Bundesregierung, Herrn Staatssekretär Dr. Beus, und dem Bundesinnenministerium sowie zahlreichen Verwaltungen und Unternehmen. Für eine hohe Praxisorientierung ist also gesorgt. Ich erwarte, dass von der Konferenz viele neue kreative Ideen ausgehen, die das E-Govermment nachhaltig beflügeln.
Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Informationen gibt es unter gov20.de.
Übrigens: Nachdem wir bisher (fast) nur über Obamas Online-Wahlkampf diskutiert haben nutzt Obama das Internet inzwischen als Präsident weiter, vor allem im Moment zur Mobilisierung für seine Gesundheitsreform. Erwartet wird beim Camp die Direktorin für ePartizipation aus der Obama Regierung. Wir blicken weiter gespannt nach Amerika.
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