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	<title>Andreas Helsper</title>
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		<title>Vorwaerts: &#8220;Die Revolution und das Internet&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 11:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Fr&#252;hjahr sp&#252;lten Revolutionen in &#196;gypten und Tunesien lange herrschende Despoten fort. Eine zentrale Rolle spielte das Internet, besonders soziale Netzwerke. Im Dezember habe ich f&#252;r den Vorw&#228;rts eine Analyse geschrieben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fr&#252;hjahr sp&#252;lten Revolutionen in &#196;gypten und Tunesien lange herrschende Despoten fort. Eine zentrale Rolle spielte das Internet, besonders soziale Netzwerke. Im Dezember habe ich f&#252;r den Vorw&#228;rts eine Analyse geschrieben.</p>
<p><a href="http://www.vorwaerts.de/Politik/22396/die_revolution_und_das_internet.html"><img src="http://www.andreas-helsper.de/wp-content/uploads/2011/12/revolution_internet.jpg" alt="" title="Die Revolution und das Internet (Vorw&#228;rts Online)" width="670" height="349" class="alignnone size-full wp-image-517" /></a></p>
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		<title>EU-Beitritt: Willkommen, Tunesien! &#124; ZEIT ONLINE</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 11:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wunderbares Pl&#228;doyer zu Europa. Meine vollste Zustimmung. Tunesien braucht eine Beitrittsperspektive. Tunesien in die EU? Klingt verr&#252;ckt. Aber in revolution&#228;ren Zeiten kann Verr&#252;cktes vern&#252;nftig werden – und das Gewohnte unvern&#252;nftig. Am S&#252;dufer des Mittelmeers pflanzt sich ein Riss durch die gewohnte Wirklichkeit fort. Wie damals in Europas Osten, als die Mauer fiel. Tunesien machte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbares Pl&#228;doyer zu Europa. Meine vollste Zustimmung. Tunesien braucht eine Beitrittsperspektive.</p>
<blockquote><p>Tunesien in die EU? Klingt verr&#252;ckt. Aber in revolution&#228;ren Zeiten kann Verr&#252;cktes vern&#252;nftig werden – und das Gewohnte unvern&#252;nftig.</p>
<p>Am S&#252;dufer des Mittelmeers pflanzt sich ein Riss durch die gewohnte Wirklichkeit fort. Wie damals in Europas Osten, als die Mauer fiel. Tunesien machte den Anfang, und es k&#246;nnte zum Schaufenster und Hinterland der Demokraten in der Region werden, von Marokko &#252;ber die arabische Welt bis Iran: als Mitglied der Europ&#228;ischen Union. Man male sich das nur einmal aus. Tunesien als Rechtsstaat unter europ&#228;ischem Schutz, gleichberechtigt in Br&#252;ssel, mit allen Pflichten, auch vor Europas Justiz. Das k&#246;nnte den Appetit der Nachbarv&#246;lker reizen. W&#228;re das schlecht?</p>
<p>Die k&#252;hne Idee kam k&#252;rzlich in Frankreich auf. Sie traf auf den Einwand, Tunesien z&#228;hle nicht zu Europa, sondern zu Afrika. Nun ja, Zypern ist EU-Mitglied und wird doch zu Asien gerechnet. Es gen&#252;gt eben nicht, auf Landkarten zu gucken, man muss sie auch lesen. Gebirge und W&#252;sten isolieren den Maghreb von Schwarzafrika, das Mittelmeer indes schlie&#223;t ihn mit Europa zusammen. St&#228;dte wie Marseille sind mit Tunis n&#228;her verwandt als mit Helsinki oder Warschau.</p></blockquote>
<p>Gefunden bei <a href="http://www.zeit.de/2011/18/Tunesien-Europa">ZEIT ONLINE</a>.</p>
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		<title>Anne Will.</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 10:57:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Anne Will diskutiert gerade zum Thema “Fl&#252;chtlinge vor unseren Grenzen &#8211; wen wollen wir reinlassen?”. Mit dabei ist Thilo Sarrazin. Wieso zum Teufel? Vorgef&#252;hrt wurde er doch oft genug. Und zum Thema hat er nichts, au&#223;er dem &#252;blichen Gerede &#252;ber Integrationsprobleme. Aber er passt zum Schema der G&#228;ste, hat eine festgelegte Position und keine Einsicht. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Anne Will diskutiert gerade zum Thema “Fl&#252;chtlinge vor unseren Grenzen &#8211; wen wollen wir reinlassen?”. Mit dabei ist Thilo Sarrazin. Wieso zum Teufel? Vorgef&#252;hrt wurde er doch oft genug. Und zum Thema hat er nichts, au&#223;er dem &#252;blichen Gerede &#252;ber Integrationsprobleme. Aber er passt zum Schema der G&#228;ste, hat eine festgelegte Position und keine Einsicht. Das ist nicht abw&#228;gend. Bereichert die Sendung nicht.</p>
<p>Wieso nicht G&#252;nter Gloser? Er ist ehemaliger Staatsminister und Experte der SPD-Bundestagsfraktion f&#252;r das Mittelmeer und den Nahen Osten. Er hat mit Steinmeier einen <a href="http://www.spd.de/aktuelles/News/10150/marshall-plan_nordafrika.html">Marshallplan f&#252;r das Mittelmeer</a> gefordert. Und dazu am Donnerstag im Bundestag gesprochen. Er betrachtet die Frage aus einer anderen Perspektive. Bereichert die Diskussion.</p>
<p>So aber, mit diesen G&#228;sten, ist die Diskussion nur hei&#223;e Luft. Hilft nur eins: Abschalten!</p>
<p>Update: Lesenswert ist <a href="http://www.borderline-europe.de">www.borderline-europe.de</a></p>
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		<title>Super sexy Ortsverein</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 09:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ortsverein]]></category>
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		<description><![CDATA[Braucht die SPD Ortsvereine? Diese Frage stellen sich Kai D&#246;hring und Karsten Wenzlaff, Redakteure beim Vorw&#228;rts, in Beitr&#228;gen zur Debatte, wie die SPD wieder sexy wird. Kai &#252;bernimmt die Position pro Ortsverein, Karsten ist contra. Das Posten des Artikels bei Facebook mit der klaren Position, Ortsvereine geh&#246;rten abgeschafft, hat sowohl bei Facebook als auch bei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/braucht-die-spd-noch-ortsvereine">Braucht die SPD Ortsvereine?</a> Diese Frage stellen sich Kai D&#246;hring und Karsten Wenzlaff, Redakteure beim Vorw&#228;rts, in Beitr&#228;gen zur <a href="http://www.vorwaerts.de/blogs/wie-wird-die-spd-wieder-sexy">Debatte, wie die SPD wieder sexy wird</a>. Kai &#252;bernimmt die Position <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/braucht-die-spd-noch-ortsvereine?page=0%2C1">pro</a> Ortsverein, Karsten ist <a href="http://www.vorwaerts.de/artikel/braucht-die-spd-noch-ortsvereine">contra</a>. Das Posten des Artikels bei Facebook mit der klaren Position, Ortsvereine geh&#246;rten abgeschafft, hat sowohl bei Facebook als auch bei Twitter einige Diskussionen ausgel&#246;st.</p>
<p>Ortsvereine bilden in der SPD die zentrale Organisationseinheit f&#252;r Mitglieder. Ortsvereine entscheiden &#252;ber die Aufnahme und sind in der Regel der erste Kontakt f&#252;r neue Genossinnen und Genossen. Sie sind die Basis in einem Willensbildungsprozess von unten nach oben, aus den Ortsvereinen kommen Antr&#228;ge bis hin zu Bundesparteitagen. Sie diskutieren aktuelle politische Themen, debattieren Grundsatzfragen, organisieren den so wichtigen Kontakt zu den B&#252;rgern. Theoretisch. In der Praxis w&#228;hlen sie alle zwei Jahre einen Vorstand, die H&#228;lfte der Leute arbeitet sp&#228;ter mit, der Vorstand stellt schlie&#223;lich alle paar Jahre Kandidaten und Listen f&#252;r Kommunalwahlen auf und organisiert den Wahlkampf. </p>
<p>Ortsvereine wollen die Basis und wichtigste Einheit in der SPD sein. Sie wollen mitgenommen zu werden. Nach dem katastrophalen Ergebnis der letzten Bundestagswahl und einer durch Sigmar Gabriel angek&#252;ndigten Strukturreform antworteten dem Parteivorstand gerade einmal etwa 45 Prozent der Ortsvereine. F&#252;r Umfragen eigentlich okay, aber nicht doch f&#252;r die selbsternannte wichtigste Organisationseinheit.</p>
<p>An meine erste Versammlung im Ortsverein Wuppertal-Beyenburg erinnere ich mich noch gut. In einem Vereinsheim am Stausee waren wir insgesamt etwa f&#252;nf Personen, einen Teil der Leute kannte ich durch meine Arbeit im Bezirksjugendrat. Man trank Bier. Im folgenden Landtagswahlkampf (die Wahl war im Mai 2005) habe ich mich um Werbung gek&#252;mmert, gemeinsam mit dem anliegendem Ortsverein &#8211; den die Anzahl der Aktiven und f&#252;r Wahlkampf zu begeisternden Personen war gering. Anfang 2007 folgte die Fusion zum neuen Ortsverein Langerfeld-Beyenburg auf einer Mitgliederversammlung mit knapp &#252;ber 50 Personen. Diese Zahl sinkt von Jahr zu Jahr, Anfang des Jahres waren es knapp &#252;ber 20. Dabei ist mein Ortsverein nicht tot. Erst k&#252;rzlich gab es &#252;ber 50 Teilnehmer bei unserem Halbmarathon, nur etwa f&#252;nf der L&#228;ufer waren Mitglieder der Partei, die anderen kamen aus dem gesamten Stadtgebiet. Eine gute Veranstaltung, aber sie h&#228;tte genauso gut aber eine Veranstaltung des Unterbezirkes sein k&#246;nnen. </p>
<p>Ohnehin ist die Mobilit&#228;t der Menschen heute weitaus gr&#246;&#223;er. Nicht nur Jugendliche fahren problemlos durch die halbe Stadt. Es gab Zeiten, in denen man in Langerfeld zur Schule ging, die Ausbildung machte und ein Leben lang dort wohnen blieb. Anfang 2007 waren wir Jusos im Ortsverein stolz. F&#252;nf von 13 Vorstandsmitgliedern waren Jusos, alle U24. Zwei der Personen studieren inzwischen in einer anderen Stadt, eine ist aktiv, die andere inaktiv. Ich selbst wohne seit zwei Jahren nicht mehr im Ortsvereinsgebiet, bin aber noch immer (teilaktives) Mitglied des Vorstandes. Die Jugend ist heute wesentlich flexibler, die Bindung an den Stadtteil hat extrem nachgelassen, immer h&#228;ufiger wechseln vor allem Studierende auch in andere St&#228;dte. Junge Menschen engagieren sich f&#252;r die Umwelt, f&#252;r Bildung und Gerechtigkeit. Zumeist weniger f&#252;r den Stadtteil an den sie nicht gebunden sind.</p>
<p>Genau diese Ortsvereine sind aber die Basis der neuen Mitglieder. Das kann richtig sein, muss es aber nicht. In St&#228;dten wie Wuppertal mit seinen 355.000 Einwohnern kann die Basis problemlos der Unterbezirk sein. Die Existenz von Stadtteilgruppen schlie&#223;t das nicht aus. Vorausgesetzt ist aber ein aktiver Unterbezirk  mit offenen Veranstaltungen und Arbeitsgruppen, die zum Mitmachen einladen. Seit einigen Jahren gibt mein Ortsverein eine Zeitung heraus und verteilt diese zum Teil fl&#228;chendeckend. Weder Unterbezirk nach Ratsfraktion sind in der Lage, eine solche &#214;ffentlichkeitsarbeit herzustellen. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen werden von Wahl zu Wahl schlechter. Diskussionsveranstaltungen in Wuppertal haben das Format „Bundestagsfraktion vor Ort“, der Unterbezirk der SPD hat in den letzten f&#252;nf Jahren meiner Mitgliedschaft genau eine eigene &#246;ffentliche Diskussionsveranstaltung durchgef&#252;hrt. Unter <a href="http://spd-wuppertal.de/">www.spd-wuppertal.de</a> kann man lesen, dass die SPD in der Diskussion um Tauben &#8220;klares Handeln&#8221; fordert.</p>
<p>Dabei gibt es viele kluge K&#246;pfe. Bei 14 Ortsvereinen und je einer Vorstandssitzung je Ortsverein und Monat gibt es 168 Sitzungen im Jahr, ohne das eine dieser eine breite  Schicht von Mitgliedern erreichen w&#252;rde, von &#214;ffentlichkeit ganz zu schweigen.</p>
<p>Bundes- oder landespolitische Themen sind dennoch im Unterbezirk am besten aufgehoben. F&#252;r f&#252;nf oder zehn Zuschauer kommt kaum ein Abgeordneter in eine andere Stadt, dabei sind Diskussionen mit Experten gerade interessant und machen einen gewissen Charme aus. </p>
<p>Angenommen, jemand interessiert sich f&#252;r bundes- oder landespolitische Themen und tritt deshalb in die SPD ein. Was passiert? <a href="https://twitter.com/jenshoffmann/status/28720477111">Lange erstmal nichts</a>. Dann der Brief des Parteivorsitzenden, bei mir war es Franz M&#252;ntefering, der einen als neues Mitglied der Partei begr&#252;&#223;t. In einer alten und stolzen Partei, einer Partei, die zumindest indirekt die sozialen Sicherungssysteme eingef&#252;hrt hat, die Nein gesagt hat zu Hitlers Erm&#228;chtigungsgesetz. Die unter Gerhard Schr&#246;der die vor dem Kollaps stehenden Sozialsysteme reformiert hat und Nein gesagt hat zum Krieg im Irak und ganz nebenbei eine Ende f&#252;r Atomkraftwerke vereinbart hat.</p>
<p>Ern&#252;chternd ist es dann mit f&#252;nf &#228;lteren Genossen Bier zu trinken und das Ortsvereinssitzung zu nennen. Ich habe es &#252;berlebt, die Diskussionen mit &#228;lteren Genossen sind f&#252;r unsere Partei sogar ein sehr wertvolles Gut. Aber f&#252;r viele Jugendliche, die heute so oft der Welt und nicht dem Stadtteil zugewandt ist, die im oder nach dem Abitur ins Ausland gehen, f&#252;r die sind solche Sitzungen uninteressant.</p>
<p>Keine Frage, die Arbeit in Stadtteilen ist wichtig. So wichtig wie die Existenz der Bezirksvertretungen, in denen es ja Fraktionen der SPD gibt. W&#228;re es nicht effektiver, direkter und ehrlicher, die Stadtteilarbeit in mitgliederoffenen Fraktionssitzungen zu gestalten? Wozu braucht es einen Ortsverein, wenn in den Fraktionen gearbeitet und entschieden wird? Etwa um Demokratie vorzugaukeln? Angesprochen werden ohnehin entweder die &#246;rtlichen Abgeordneten oder die Mitglieder der Bezirksvertretung. Zum Herleiten einer Existenzberechtigung f&#252;r Ortsvereine ist dieses Argument nicht geeignet.</p>
<p>Wie also wird die SPD wieder sexy? Mit offenen Strukturen, die inhaltsorientiert arbeiten. Mit fachkundigen Referentinnen und Referenten bei Veranstaltungen, die nicht nur der Diskussion dienen, von denen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch etwas mitnehmen k&#246;nnen. Wir haben als Arbeiterbildungsvereine begonnen und sollten jetzt nicht beim gemeinsamen Bier-trinken enden. Ortsvereine sind nicht grunds&#228;tzlich falsch, aber ihre derzeitige Rolle ist es ganz sicher.</p>
<p>Es muss dar&#252;ber diskutiert werden, wie das Leben der Menschen und wie die Gesellschaft verbessert werden kann. Wie sieht der Verkehrsmarkt ohne &#214;l aus, brauchen wir wirklich Wachstum? Auch konservative Themen geh&#246;ren dazu, etwa die Frage, was gegen den Verfall der deutschen Sprache getan werden kann. Warum aber sollten die Menschen zur SPD kommen, sie auch w&#228;hlen, wenn wir nach vier Jahren Regierung lediglich unsere bisherige Politik diskutieren? Die Rente mit 67 ist jedenfalls nicht sexy.</p>
<p><em>Anmerkung: Die &#220;berschrift ist angelehnt an Helge Schneider, der ein &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=4tw8yPfxLWs">super sexy K&#228;sebrot</a>&#8221; besingt.</em></p>
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		<title>Gedanken zu Linkspartei und Street View</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich mich schon l&#228;nger zu Street View &#228;u&#223;ern. DIe Diskussion ist seltsam, ich kann es kaum nachvollziehen das die eigene Hausfassade als Privatsph&#228;re bezeichnet wird. Ebenso fragw&#252;rdig ist die Aussage von Personen, dass sie nicht fotografiert werden wollen. Hier sei der Verbleib im eigenen Haus empfohlen, vor allem Sehensw&#252;rdigkeiten -das Brandenburger Tor oder [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich mich schon l&#228;nger zu Street View &#228;u&#223;ern. DIe Diskussion ist seltsam, ich kann es kaum nachvollziehen das die eigene Hausfassade als Privatsph&#228;re bezeichnet wird. Ebenso fragw&#252;rdig ist die Aussage von Personen, dass sie nicht fotografiert werden wollen. Hier sei der Verbleib im eigenen Haus empfohlen, vor allem Sehensw&#252;rdigkeiten -das Brandenburger Tor oder der Eifelturm in Paris- m&#252;ssen k&#252;nftig weitr&#228;umig umgangen werden, da ja die Gefahr eines Fotos besteht.</p>
<p>Bei Twitter bin ich gerade auf einen <a href="http://www.fr-online.de/politik/ich-widerspreche--weil----/-/1472596/4549334/-/index.html">Artikel der Frankfurter Rundschau</a> gesto&#223;en. Unter der &#220;berschrift &#8220;Ich widerspreche&#8221; begr&#252;nden die Bundestagsabgeordneten Volker Beck, Thomas Oppermann, Ulla Jelpke und Gisela Piltz ihren Widerspruch. Sowohl Volker Beck (&#8220;<em>&#8230; ich nicht wei&#223;, mit welchen Daten die Fotos meines Wohnhauses verkn&#252;pft werden.</em>&#8220;) als auch Gisela Piltz (&#8220;<em>&#8230; ich Bilder meiner Privatwohnung nicht im Internet sehen will.</em>&#8220;) liefern tats&#228;chlich eine Begr&#252;ndung f&#252;r ihren Widerspruch. Thomas Oppermann, Parlamentarischer Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der SPD-Bundestagsfraktion, sagt eigentlich nix: &#8220;<em>&#8230; die Deutschen in der Lage sein m&#252;ssen, selbst zu entscheiden, welche Bilder von ihren H&#228;usern, Wohnungen, G&#228;rten oder Autos sie ver&#246;ffentlichen wollen. Ich verstehe, dass sich jetzt viele &#252;berrumpelt f&#252;hlen.</em>&#8221; Das Verst&#228;ndnis ist sch&#246;n und nett, aber widerspricht er auch? Oder versteckt er sich hinter dem &#252;blichen Bla Bla und findet Street View gar nicht so schlecht? Eine klare Haltung jedenfalls sieht anders aus.</p>
<p>Besonders &#252;bel wird mir aber bei Ulla Jelpken, die Sprecherin f&#252;r Innenpolitik in der Bundestagsfraktion der Linkspartei ist. In der Begr&#252;ndung hei&#223;t es: &#8220;<em>&#8230; ich es unertr&#228;glich finde, dass Google zeigt, mit welcher Kleidung ich aus dem Haus gegangen bin. (&#8230;). Google muss die Pers&#246;nlichkeitsrechte aber immer und zu jeder Zeit respektieren.</em>&#8221; Ich habe bereits unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.andreas-helsper.de/die-linkspartei-und-der-ueberwachungsstaat/">Die Linkspartei und der &#220;berwachungsstaat</a>&#8221; &#252;ber das seltsame Verh&#228;ltnis (auch und vor allem von Ulla Jelpke) zur Staatssicherheit geschrieben. Im vergangenen Mai jedoch berichtete Spiegel Online unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695759,00.html">Linken-Abgeordnete preist Stasi-Agenten</a>&#8221; &#252;ber eine Rede der Abgeordneten bei einer Versammlung von ehemaligen Mitarbeitern des DDR-Auslandsgeheimdienstes, der &#8220;Hauptverwaltung Aufkl&#228;rung&#8221; (HVA) der Staatssicherheit, deren &#8220;mutigen Einsatz f&#252;r den Frieden&#8221; &#8211; f&#252;r den viele &#8220;nach dem Ende der DDR mit Gef&#228;ngnis bestraft&#8221; worden sind- w&#252;rdigt. </p>
<p>Ein entsprechender Absatz aus dem Artikel sei hier zitiert:<br />
<em>W&#228;hrend Antikommunisten &#8220;mit Schaum vorm Munde an der weiteren D&#228;monisierung der DDR und insbesondere des Ministeriums f&#252;r Staatssicherheit&#8221; arbeiteten, seien &#8220;aus Euren Kreisen umfangreiche n&#252;chterne wissenschaftliche Untersuchungen zur HVA entstanden&#8221;, schreibt Jelpke den Ex-Agenten. Danach relativiert sie: &#8220;Man muss nicht jede Eurer Einsch&#228;tzungen teilen&#8221; &#8211; um hinzuzuf&#252;gen: &#8220;Aber es gilt anzuerkennen, dass wohl kaum ein anderer Geheimdienst so umfassend von seinen eigenen ehemaligen Mitarbeitern und Kundschaftern historisch aufgearbeitet wurde wie die Auslandsaufkl&#228;rung der DDR.&#8221;</em></p>
<p>Es ist klug, dass Ulla Jelpke die Arbeit der Stasi als &#8220;n&#252;chterne wissenschaftliche Untersuchungen&#8221; bezeichnet. Die Frage, &#8220;mit welcher Kleidung ich aus dem Haus gegangen bin&#8221;, ist von Seiten von Google ein skandal&#246;ser Eingriff in die Pers&#246;nlichkeitsrechte, denn es ist volkommen klar, dass nur die Staatssicherheit diese Fragestellung historisch aufarbeiten darf. In dieser historischen Aufarbeitung ist das Verpixeln von Gesichtern, wie jetzt bei Street View vorgesehen, im &#220;brigen ganz nat&#252;rlich ausgeschlossen, denn die deutsche Gr&#252;ndlichkeit verlangt hier umfassende Aufzeichnungen &#8211; und die darf nicht nur die Frage der Kleidung beinhalten, auch die Laufstrecke des Gassi-Gehens muss genauestens dokumentiert und kommentiert werden (Der Fall ist nicht ausgedacht).</p>
<p>Es gibt aber auch vern&#252;nftige Berichterstattung zum Thema. So begr&#252;ndet ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,711309,00.html">Kommentar</a> bei Spiegel Online warum Street View kein Fall f&#252;r den Datenschutz ist, Zeit Online <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2010-08/streetview-jens-best?page=1">befragt Jens Best</a> zum Thema und stellt einige interessante Projekte mit <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/google-karten-mashup">digitale Landkarten</a> vor.</p>
<p>Eines ist Google aber gelungen: Die Berichterstattung zur Netzneutralit&#228;t steht erst einmal wieder hinten an. Die heute gegr&#252;ndete <a href="http://pro-netzneutralitaet.de/">Initiative</a> zum Erhalt dieser k&#246;nnte das jedoch &#228;ndern. Ich w&#252;nsche dabei viel Erfolg!</p>
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		<title>Schulpolitik: Hamburg, NRW und Hafke</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 14:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Sonntag wurde in Hamburg &#252;ber die Schulreform der Schwarz-Gr&#252;nen Landesregierung abgestimmt. Kern der Reform war die Verl&#228;ngerung der Grundschule bis zur 6. Klasse sowie das Schaffen von so genannten Stadtteilschulen, die neben dem Gymnasium bestehen sollte. Auf dem Gymnasium soll das Abitur (wie bisher) nach zw&#246;lf Schuljahren erreichbar sein, auf der Stadtteilschule werden hingegen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag wurde in Hamburg &#252;ber die Schulreform der Schwarz-Gr&#252;nen Landesregierung abgestimmt. Kern der Reform war die Verl&#228;ngerung der Grundschule bis zur 6. Klasse sowie das Schaffen von so genannten Stadtteilschulen, die neben dem Gymnasium bestehen sollte. Auf dem Gymnasium soll das Abitur (wie bisher) nach zw&#246;lf Schuljahren erreichbar sein, auf der Stadtteilschule werden hingegen 13 Jahre ben&#246;tigt. Die Stadtteilschule ist sozusagen eine kleine Version einer &#8220;<em>intelligent differenzierenden Einheitsschule</em>&#8220;, wie sie Stephan A. Jansen, Pr&#228;sident der privaten Zeppelin University, im letzten Jahr in einem <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=10&#038;item=4450">Artikel im Cicero</a> gefordert hat.</p>
<p>In Hamburg hat die FDP den Einzug in die Hamburgische B&#252;rgerschaft verpasst, nat&#252;rlich erhofft sich die FDP dort durch die Unterst&#252;tzung des Volksentscheid etwas Aufwind in eigener Sache. Aber auch in Nordrhein-Westfalen will die hiesige FDP Stimmung gegen die neue rot-gr&#252;ne Landesregierung machen &#8211; bei der letzten Landtagswahl hat die Partei ihr Ergebnis im Vergleich zur Bundestagswahl innerhalb von wenigen Monaten mehr als halbiert.</p>
<p>Der FDP Landesverband spricht auf <a href="http://twitter.com/fdp_nrw/status/18861876163">Twitter</a> von einem &#8220;<em>gr&#252;nen Feldzug gegen die Gymnasien</em>&#8221; und einer &#8220;<em>deutlichen Warnung f&#252;r Rot-Gr&#252;n in NRW</em>&#8220;. Und auch der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Marcel Hafke, der bis vor kurzem noch Vorsitzender der JuLis in NRW war, <a href="http://twitter.com/marcelhafke/status/18899132361">meldet</a> sich zu Wort: &#8220;<em>Bin &#252;ber den Volksentscheid in Hamburg gl&#252;cklich. In NRW bin ich bereit einen Volksentscheid zu unterst&#252;tzen. Gegen die Einheitsschule!</em>&#8221;</p>
<p>V&#246;llig ungeachtet bleibt dabei die Sache. Und die eigenen Positionen. Denn in der Beibehaltung des jetztigen Systems steht die CDU in NRW ganz sch&#246;n einsam da &#8211; denn anders als in Hamburg ist man hier nicht zu &#196;nderungen bereit. In einem Interview mit dem Westfalen-Blatt vom 9. M&#228;rz 2010 erkl&#228;rt der Landesvorsitzende Andreas Pinkwart von der FDP-Position:</p>
<p><em>&#8220;Die FDP fordert eine regionale Mittelschule. Regionale Schultr&#228;ger erhalten die Freiheit, unter dem Dach dieser Mittelschule Haupt-, Real- und Gesamtschulen zusammenzuf&#252;hren. Das ist ein zus&#228;tzliches Angebot zum Gymnasium mit der Perspektive f&#252;r die Sch&#252;ler, die Hochschulreife zu erlangen.&#8221;</em></p>
<p>Vielleicht kann Herr Hafke den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern einmal den Unterschied zwischen dem Modell in Hamburg und den Forderungen der FDP in NRW erkl&#228;ren. </p>
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		<title>Der Prozess</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 23:44:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Der Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Kafka]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute war ich im Opernhaus, schon der zweite Besuch an diesem Wochenende. Nach der Griechischen Passion gestern gab es heute Der Prozess nach einem Roman von Franz Kafka. Ich bin kein Theater-Kritiker, deshalb &#252;berlasse ich die gro&#223;en Worte lieber anderen. Eines steht aber fest: Die Inszenierung ist absolut gro&#223;artig und unbedingt sehenswert! Die Wuppertaler B&#252;hnen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war ich im Opernhaus, schon der zweite Besuch an diesem Wochenende. Nach der <em>Griechischen Passion</em> gestern gab es heute <em>Der Prozess</em> nach einem Roman von Franz Kafka. Ich bin kein Theater-Kritiker, deshalb &#252;berlasse ich die gro&#223;en Worte lieber anderen. Eines steht aber fest: Die Inszenierung ist absolut gro&#223;artig und unbedingt sehenswert!</p>
<p>Die Wuppertaler B&#252;hnen haben auf ihrer <a href="http://www.wuppertaler-buehnen.de/index.php?id=763">Seite</a> eine Beschreibung des St&#252;ckes und eine <del datetime="2010-06-05T23:30:09+00:00">Pressestimmen</del> Kritiken zusammengestellt. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/10966455?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="601" height="338" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/10966455">Wuppertaler B&#252;hnen: &#8220;Der Prozess&#8221; von Franz Kafka (Video-Trailer)</a> from <a href="http://vimeo.com/siegersbusch">Siegersbusch</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Drogen und Koalitionen in NRW</title>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 15:45:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Kein Thema wird zurzeit mehr diskutiert: Die Koalitionsm&#246;glichkeiten nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. F&#252;r Rot-Gr&#252;n hat es, wenn auch knapp, nicht gereicht, und die Schwarz-Gelbe wurde deutlich abgestraft. So verlor die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2005 10,3 Prozent. Die FDP konnte ihr Ergebnis im Vergleich zur Landtagswahl 2005 zwar in etwa halten, erhielt bei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.andreas-helsper.de/wp-content/uploads/2010/05/bolivien.jpg" alt="" title="bolivien" width="250" height="219" class="alignright size-medium wp-image-420" /><br />
Kein Thema wird zurzeit mehr diskutiert: Die Koalitionsm&#246;glichkeiten nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. F&#252;r Rot-Gr&#252;n hat es, wenn auch knapp, nicht gereicht, und die Schwarz-Gelbe wurde deutlich abgestraft. So verlor die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2005 10,3 Prozent. Die FDP konnte ihr Ergebnis im Vergleich zur Landtagswahl 2005 zwar in etwa halten, erhielt bei der Bundestagswahl 2009 in NRW noch 14,9 Prozent der Zweitstimmen.</p>
<p>Die FDP befindet sich in einer Krise, die neusten Umfrageergebnisse belegen dies. Wie hart solche Zeiten sind, das kann ich als Sozialdemokrat bezeichnet. Nat&#252;rlich sollte man Umfragen nicht allzu ernst nehmen, aber eine deutliche Aussage haben sie schon, denn sie beschreiben das Ansehen der Partei. Noch am 27. September des letzten Jahres flog die FDP hoch, seit dem 28. September f&#228;llt sie tief.<br />
Der Abgang ist auch personell begr&#252;ndet: Westerwelle spricht kein Englisch, Br&#252;derle k&#252;sst lieber Weink&#246;niginnen und Niebel besetzt ein Ministerium, dass er vor der Wahl noch abschaffen wollte.<br />
Die Forderung nach einem „einfacheren, niedrigen und gerechteren Steuersystem“ wollte Westerwelle pl&#246;tzlich nicht mehr wiederholen, klare Aussagen dazu fehlten im Koalitionsvertrag schlie&#223;lich. Heute sind Steuersenkungen bis 2013, und damit ein zentrales FDP-Ziel, auf Eis gelegt. Auch eine Laufzeitverl&#228;ngerung f&#252;r Atomkraftwerke wackelt zurzeit – Minister R&#246;ttgen sucht lieber die N&#228;he zu den Gr&#252;nen. Das Ja zur Finanztransaktionssteuer schlie&#223;lich gibt der FDP den Rest. Durchsetzen konnte sich die FDP lediglich bei Steuersenkungen f&#252;r Hotels – gekaufte Klientelpolitik.<br />
Profilieren m&#246;chte die FDP sich jetzt als Bollwerk gegen die Kommunisten, gegen ein rot-gr&#252;n-rotes B&#252;ndnis. Daf&#252;r verzichtet die FDP auf Mitspracherechte in einer progressiven Ampel-Koalition, in der die FDP sich insbesondere etwa als mittelstandsfreundliche Partei profilieren k&#246;nnte. Glaubt man dem Flurfunk der Landespolitik war diese Entscheidung innerhalb der FDP-Fraktion h&#246;chst umstritten. Die Position der FDP k&#246;nnte sich aber &#228;ndern, wenn Pinkwart, der nach der Wahl durch einen offenbar wenig durchdachten hin-und-her-Kurs aufgefallen ist, in Berlin neuer Wirtschaftsminister wird.</p>
<p>Wirklich beruhigt bin ich &#252;ber das Scheitern der Sondierungsgespr&#228;che mit der Linkspartei. Die &#196;u&#223;erungen zur DDR und die Darstellung als „sehr demokratisch“ (Gunhild B&#246;th) finde ich &#252;beraus beunruhigend. Die linke Bundestagsabgeordnete Halina Wawzyniak findet es <a href="http://blog.wawzyniak.de/?p=3220">„nicht wirklich nachvollziehbar“</a>, dass die Linkspartei hier eine Erkl&#228;rung zum Erkl&#228;rung zum DDR-Unrecht aus Th&#252;ringen nicht unterschreiben wollte. Der Landtagsfaktion der Linkspartei empfehle ich einen Besuch der Gedenkst&#228;tte zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums f&#252;r Staatssicherheit in Berlin-Hohensch&#246;nhausen. Gleichzeitig ist die Kritik an Polizeigewalt in der Linkspartei au&#223;erordentlich beliebt, das ist durchaus etwas absurd.<br />
Seltsam finde ich aber auch die Forderungen der Linkspartei, die aus einem internen Dokument hervorgehen. Dort findet sich in etwa die Forderung nach einer 50% Quote f&#252;r Frauen im &#214;ffentlichen Dienst. Ich wei&#223; nicht, wie lange nur m&#228;nnliche Grundschullehrer eingestellt werden m&#252;ssen, um diese Quote zu erf&#252;llen. F&#252;r eine Strukturreform der Universit&#228;ten m&#246;chte die Linkspartei die Gewerkschaft Verdi einbeziehen, nicht aber die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Klar, denn Partei- und Fraktionschef Zimmermann ist Gesch&#228;ftsf&#252;hrer bei Verdi. Bei der FDP nennen wir so etwas Klientelpolitik.<br />
In den Forderungen sind vor allem Pr&#252;fauftr&#228;ge und Fragezeichen zu finden, insbesondere bei Finanzierungsfragen. Die konkreteste Aussage zur Finanzierung findet sich bei der Forderung nach Abschaffung der Studiengeb&#252;hren: „Umschichtungen im Landeshaushalt“. V&#246;llig unklar ist, was umgeschichtet werden soll. Bei Einsparungen etwa beim Landespersonal sperrt sich die Linkspartei grunds&#228;tzlich. Die vielen Fragezeichen werfen aber auch eine weitere Frage auf: Wie soll eine Partei, die derart wenig Konkretes anzubieten hat, kompetentes (Regierungs-)Personal rekrutieren? Zur Finanzierung erwartet die Linkspartei einen Vorschlag von SPD und Gr&#252;nen, der dann von der Linkspartei auf einen Politikwechsel untersucht werden soll, weiter vorne liest man die Forderung nach einer Partnerschaft auf Augenh&#246;he.<br />
Regieren k&#246;nnte man mit der Linkspartei vielleicht Absurdistan, aber ein Bundesland wie NRW sicherlich nicht.</p>
<p>Besonders schade und &#228;rgerlich finde ich, dass f&#252;r eine rot-gr&#252;ne Mehrheit nicht gereicht hat. Vor Augen f&#252;hren muss man sich aber, dass lediglich ein Sitz gefehlt hat, also in etwa 40.000 Stimmen f&#252;r die SPD oder f&#252;r die Gr&#252;nen. Stattdessen gibt es 121.046 Zweitstimmen f&#252;r die Piraten, 48.099 Zweitstimmen f&#252;r die Tierschutzpartei, aber auch 435.627 Zweitstimmen f&#252;r die Linkspartei. Nehmen wir die Stimmen der Tierschutzpartei heraus, verbleiben etwa 550.000 Stimmen f&#252;r einen Politikwechsel in NRW, die aber strategisch so verteilt wurden, dass eben dieser verhindert oder zumindest sehr erschwert wurde.<br />
Beispielhaft kann hier Die Linke genannt werden. Auf sie entfallen 435.627 Zweitstimmen und 415.241 Erststimmen, das hei&#223;t, dass nur etwa 20.000 Personen ihre Erststimme einer anderen Partei, etwa der SPD, gegeben haben, obwohl diese gr&#246;&#223;ere Chancen auf das direkte Mandat h&#228;tten. Im Wahlkreis Solingen I etwa gewann der Kandidat der CDU mit etwa 300 Stimmen Vorsprung, der Kandidat der Linken verhalt der CDU somit mit seinen 3.462 Stimmen. Geholfen hat ebenso der Kandidat der Piraten mit 1.024 Stimmen. Bei den Piraten ist es im &#220;brigen spannend, dass die Partei in manchen Wahlkreisen mehr Erst- als Zweitstimmen erhalten hat. Diese Ursache ist zu untersuchen!</p>
<p>Interessant sind aber die Farbenspiele, die sich durch die unterschiedlichen Koalitionen ergeben. Eine klassische NRW-Koalition w&#228;re ein B&#252;ndnis von SPD und Gr&#252;nen, schlie&#223;lich sind das die Farben des Wappens. Den Begriff der Ampel finde ich &#252;beraus langweilig, farblich sollten wir diese Konstellation Bolivien-Koalition nennen. Das hier angebaute Koka w&#252;rde auch vielen Sozialdemokraten helfen, mit der ungeliebten FDP zu Recht zu kommen, so hat das in den Bl&#228;ttern enthaltene Kokain-Alkaloid eine aufmunternde Wirkung. &#220;ber die Wirkung von Pflanzen bei einer Jamaika-Koalition brauche ich nicht zu schreiben, im Shop der Gr&#252;nen Jugend sind kleine T&#252;tchen schlie&#223;lich schon erh&#228;ltlich. Auch der Gr&#252;ne Parteivorsitzende Cem &#214;zdemir bemerkte k&#252;rzlich, dass bei der FDP vermutlich harte Drogen am Werk seien, wobei die Gr&#252;nen nur f&#252;r eine Legalisierung von weichen Drogen seien. Weiterhin ergibt sich die M&#246;glichkeit einer Afghanistan-Koalition, das Land ist der weltweit gr&#246;&#223;te Produzent von Opium, dem Grundstoff f&#252;r Heroin. Der Gedanke, SPD und Gr&#252;ne mit der CDU als Juniorpartner (Gro&#223;e Koalition: CDU und CSU zusammen mit der SPD als Juniorpartner) hat zurzeit den gr&#246;&#223;ten Charme. Verhandelt werden soll jetzt aber eine &#196;gypten-Koaliton. Farben der Flagge sind schwarz, wei&#223; und rot. Das wei&#223; kommt allerdings nicht zum Tragen, weil die Tierschutzpartei (Logo mit viel wei&#223;) nur 48.099 Stimmen erhalten hat und somit nicht im Landtag ist. Drogen aller Art sind in &#196;gypten streng verboten, es wird also so oder so hart. Michael Spreng <a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3402">empfiehlt</a> w&#228;hrenddessen eine Mosambik-Koalition (schwarz, rot, gelb und gr&#252;n) und bemerkt ganz zutreffend: „In der Flagge Mosambiks ist auch eine Kalaschnikow. Aber die passt ganz gut zu den innerparteilichen Auseinandersetzungen, die in SPD und CDU zu erwarten sind.“.</p>
<p>Eine Minderheitsregierung oder ein Regierungen aus der Opposition (die jetzige Regierung bleibt gesch&#228;ftsf&#252;hrend im Amt) halte ich f&#252;r schwierig. Bei schweren Entscheidungen, etwa zu Einsparungen, die durch geringere Steuereinnahmen, die neue Schuldenbremse, aber auch durch Umschichtungen im Haushalt notwendig werden, ist es au&#223;erordentlich schwierig, Mehrheiten im Landtag zu finden – schlie&#223;lich hat jede Fraktion ihre Interessen und keiner die Verantwortung. Beispielhaft ist die Abschaffung von Bildungsgeb&#252;hren (also auch der Studiengeb&#252;hren), denn auch f&#252;r diese sind Umschichtungen notwendig, weil die fehlenden Einnahmen an Universit&#228;ten nicht wegfallen und bei Kitas nicht auf die Kommunen abgeschoben werden d&#252;rfen. Und wo diese Umschichtungen stattfinden sollen, da haben die f&#252;nf Fraktionen vermutlich sechs verschiedene Meinungen. </p>
<p>Neuwahlen sind unterdessen ebenfalls au&#223;erordentlich unbeliebt – zu Recht. Denn nicht nur, dass die Parteien sich einen weiteren Wahlkampf finanziell und vom Aufwand her gar nicht leisten k&#246;nnen, im Parlament haben vier demokratische Parteien zusammen eine Mehrheit von &#252;ber 90 Prozent. Und demokratische Parteien m&#252;ssen miteinander reden und arbeiten k&#246;nnen.</p>
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		<title>Wuppertal: Desaster hausgemacht</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich in der Westdeutschen Zeitung ein Interview mit Oberb&#252;rgermeister Peter Jung gelesen. Ich bin doch sehr erstaunt &#252;ber seine Schuldzuweisung an Bund und Land. Sicherlich haben auch die einen Anteil an der Misere, das Beispiel Filmf&#246;rderung aber ist ein deutlicher Beleg f&#252;r das eigene Versagen der Stadt. Filmemacher kommen nicht wegen, sondern trotz [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich in der Westdeutschen Zeitung ein <a href="http://www.wz-wuppertal.de/?redid=775380">Interview</a> mit Oberb&#252;rgermeister Peter Jung gelesen.</p>
<p>Ich bin doch sehr erstaunt &#252;ber seine Schuldzuweisung an Bund und Land. Sicherlich haben auch die einen Anteil an der Misere, das Beispiel Filmf&#246;rderung aber ist ein deutlicher Beleg f&#252;r das eigene Versagen der Stadt. <a href="http://www.wz-newsline.de/?redid=241015">Filmemacher kommen nicht wegen, sondern trotz der Stadt und ihrer Marketing GmbH</a>. Verpasste Profilbildung. Hier sind weder Bund noch Land gefragt, sondern Jung selbst. Und genau das ist der entscheidende Punkt. Der Stadt fehlt eine Perspektive, ein Plan, eine Vision f&#252;r die Zukunft. An dieser Perspektive m&#252;ssen Oberb&#252;rgermeister, Verwaltung, Politik und B&#252;rgerinnen und B&#252;rger erst noch arbeiten. </p>
<p>Es gibt viele sicherlich viele gute Ideen, es gibt viele kluge K&#246;pfe. Bisher kenne ich aber noch keinen Beitrag, der so etwas wie ein Deutschlandplan f&#252;r Wuppertal sein k&#246;nnte.</p>
<p>Ganz schlimm ist in diesem Zusammenhang auch das so genannte B&#252;ndnis gegen das Totsparen, eine Initiative der Linkspartei. Sp&#228;tr&#246;misch dekadent und urkonservativ wird hier an allem festgehalten, Ver&#228;nderungen werden abgelehnt. Die Bewegung ist eine Protestbewegung, keine Bewegung f&#252;r eine Perspektive und eine Zukunft. Genau das aber fehlt in Wuppertal.</p>
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		<title>&#8220;Die Abschaffung der Geb&#252;hren schadet den Studierenden&#8221;?</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Helsper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zeit Online schreibt zur Abschaffung der Studiengeb&#252;hren im Saarland: &#8220;Die Abschaffung der Geb&#252;hren schadet den Studierenden&#8221; Ich habe den Artikel bei Zeit.de kommentiert: Der Artikel ist insofern fragw&#252;rdig, als dass die Rechtslage zumindest in NRW so ist, dass Studiengeb&#252;hren (sinnvollerweise) nicht f&#252;r Posten ausgegeben werden d&#252;rfen, die langfristig sind. Das sind aber Stellen f&#252;r Professorinnen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit Online schreibt zur Abschaffung der Studiengeb&#252;hren im Saarland: &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2010/08/Kommentar-Studiengebuehren">Die Abschaffung der Geb&#252;hren schadet den Studierenden</a>&#8221;</p>
<p>Ich habe den Artikel bei Zeit.de <a href="http://www.zeit.de/2010/08/Kommentar-Studiengebuehren?commentstart=1#cid-581412">kommentiert</a>:</p>
<blockquote><p><em>Der Artikel ist insofern fragw&#252;rdig, als dass die Rechtslage zumindest in NRW so ist, dass Studiengeb&#252;hren (sinnvollerweise) nicht f&#252;r Posten ausgegeben werden d&#252;rfen, die langfristig sind. Das sind aber Stellen f&#252;r Professorinnen und Professoren, also d&#252;rfen sie nicht aus Studiengeb&#252;hren bezahlt werden. Genau das w&#228;re aber notwendig. Wenn hier also geschrieben wird, dass &#8220;Tausende zus&#228;tzlicher Dozenten&#8221; eingestellt worden sind, dann sind das befristete Stellen mit Lehrschwerpunkt. Ich mag den Ausdruck nicht, aber Verdi spricht in diesem Zusammenhang vom&#8221; wissenschaftlichen Prekariat&#8221;. Es ist offen, wie es gute Forschung geben soll, wenn sich junge Wissenschaftler von Semester zu Semester um eine Stelle mit Lehrschwerpunkt k&#252;mmern m&#252;ssen. Der Artikel ignoriert au&#223;erdem, dass durch Umverteilungen einige Universit&#228;ten finanziell deutlich schlechter dastehen als vor Einf&#252;hrung der Studiengeb&#252;hren. Durch sie haben die Universit&#228;ten zwar viel Geld zur Verf&#252;gung, d&#252;rfen es strukturell aber nicht ausgeben. Arm, trotz Geld.</em></p></blockquote>
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