“Mit uns zieht die neue Zeit”

18. Oktober 2008

Dies ist also jetzt mein dritter Beitrag vom Parteitag der SPD in Berlin. Müntefering hat inzwischen geredet (wie eben angekündigt) und ist mit 85 Prozent der Stimmen gewählt worden.

In seiner Rede hat Münte die Partei zum Zusammenhalt aufgerufen. In Richtung von DL21, Netzwerkern und Seeheimern rief er: „Wir sind eine Partei!“. Eigentlich ist das ja klar, aber gerade in letzter Zeit kam das in der Öffentlichkeit nicht so an. Sicherlich begründet. Auch wenn jeder Vogel zum Fliegen Flügel braucht, ohne einen starken Kopf wiederum geht auch nichts. Denn dieser muss die Richtung vorgeben. Ich hoffe, dass Müntefering das jetzt auch macht. Und bin da ziemlich optimistisch.

Angriffslustig zeigte sich Müntefering auch gegenüber Angela Merkel. Sie habe als Bundeskanzelerin zwar die Richtlinienkompetenz, die Meinungsführerschaft allerdings fehle ihr. Beispielhaft kann ich aus seiner Rede zwar jetzt nichts zitieren, jedoch wird seine Kritik auch durch einen Satz in seinem Buch deutlich:

„Ich sehe nicht die Gefahr, dass in der deutschen Politik die eine oder andere Kraft oder Person zu mächtig wäre und würde. Aber die Gefahr, dass die mit der legitimierten Macht es sich zu leicht machen und nicht das Nötige, das Vernünftige fordern und zu tun, die Gefahr sieht man schon aufblitzen. Diese sanfte Macht ist netter, kann sein. Die Frage ist aber, ob unser Land die Zeit dafür hat.“

Ein ausführlicher Bericht folgt. Jetzt geht es aber nach kurzem Halt zum Essen und zum Kaffee trinken zur Party des Gesprächkreises Junge Sozialdemokratie Berlin in den Wahlkreis. Ich bin eh schon spät dran.

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