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Gedanken zu Vorwärts.de

Jan 7, 2010   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein  //  1 Comment

Der Vorwärts wurde am 1. Oktober 1876 als „Centralorgan“ der SPD gegründet. Heute werden vor allem Begriffe wie Parteizeitung oder Mitgliederzeitung verwendet. Seit vielen Jahren betreibt die Zeitung unter www.vorwaerts.de ihr Online-Angebot. In den ersten Januar-Wochen diskutiert der Vorwärts über seine Ausrichtung im Jahr 2010, insbesondere seine weiteren Online Aktivitäten.

Bereits seit seiner Gründung wird darüber diskutiert, ob der Vorwärts nur das „Sprachrohr des Parteivorstandes“ oder ein selbstständiges Diskussionsforum sein soll, möglicherweise sogar als Korrektiv zur offiziellen und allgemeinen Parteilinie. Auch auf SPD.de gibt es Nachrichten, die die Parteimeinung vorgeben. Deshalb hat der Vorwärts vor allen Online nur in der zweiten Variante eine Zukunft.

Die Vorwärts-Blogs sind bereits eine hervorragende Möglichkeit für Parteimitglieder, aktuelle Themen unabhängig und kritisch zu kommentieren und neue Themen anzuregen. Sigmar Gabriel und Andrea Nahles müssen dem Vorwärts die absolute redaktionelle Freiheit zusichern, denn wenn sich in der Print-Ausgabe nur die offizielle Parteilinie findet, wird das Online-Angebot kein Interesse finden.

In der Diskussion um die Entstehung der tageszeitung wurde die Frankfurter Allgemeine Zeitung als eine gute Zeitung bewertet, sowohl von der Substanz an Informationen, als auch von ihrer Kommentarkraft. Diese Substanz und diese Kommentarkraft sind es, die der Vorwärts viel mehr braucht. Das kann eine Redaktion nicht oder kaum leisten, wenn sie nur die Parteilinie darstellen soll. Berichte müssen gut recherchiert sein, auf empirischen Daten beruhen, sich auf Argumenten stützen und Hintergrundinformationen beinhalten. Kommentare müssen scharf und bissig sein, sie brauchen ihre eigene Würze. Diese Kommentarkraft ist besonders für eine Oppositionspartei wichtig, sie muss aber auch selbstkritisch sein. Der Beitrag von Harald Martenstein vom letzten Juni ist ein hervorragender Anfang.

Etwas mehr Satire täte dem Vorwärts übrigens auch gut. Man kommt weiter, wenn man sich nicht so ernst nimmt. Und: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Der Vorwärts sollte sich auf seine Qualitäten konzentrieren. Dazu zählt eine gute hochwertige Berichterstattung in den klassischen Ressorts einer Zeitung, insbesondere Politik, Wirtschaft und Feuilleton, aber auch Lokales und Sport. Der bisherige Kulturteil sollte allerdings ganz klassisch Feuilleton heißen. Und apropos Zeitung: Kann man nicht das Format wechseln?

Der Sport fehlt bisher beim Vorwärts, das könnte ja ein Projekt für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 sein: Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten berichten online über Spiele und ihre Erlebnisse. Ein Tippspiel zur Bundesliga gibt es ja schon. Ebenso könnte es etwa eine Kolumne vom Dagmar Freitag geben, die nicht nur Vorsitzende des Sportausschusses beim Bundestag ist, sondern auch Vizepräsidentin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Ziemlich professionell ist bei Vorwärts.de die Leiste für die Themengebiete. Von den fünf klassischen Ressorts einer Zeitung sind hier vier vorhanden. Ich finde es gut, dass Europa und Netzpolitik als Unterrubriken von Politik hervorgehoben werden. Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass auch Bildung hier stehen würde.

Vorwärts.de ist nach einem Relaunch im letzten Jahr übersichtlicher geworden, an einigen Stellen sind aber weitere Nachbesserungen notwendig. So wirkt etwa der untere Teil der Startseite gequetscht. Interessant ist, dass zeit.de wesentlich breiter wirkt, obwohl tatsächlich die gleiche Breite genutzt wird. Das Layout von zeit.de kommt ohne grafische Elemente aus. Das muss vorwärts.de nicht, der obere Teil der Startseite ist gut, luftig und übersichtlich, an anderer Stelle (etwa auch in den Artikeln) ist es zu eng. Bei Artikeln habe ich nicht das Gefühl, dass diese im Mittelpunkt stehen. Netzwerke, Tags und der Hinweis auf Kommentare gehören unter den Artikel und die Schrift sollte größer sein, wie bei zeit.de. In der Artikelübersicht wirken die kleinen Profilbilder der Blogs nicht so gut, die Profilseiten sollten daher überarbeitet werden. Sehr gut ist die Druckansicht, bei den Blogs fehlt hier dann allerdings der Autor.

Im Willy-Brandt-Haus gab es immer wieder Überlegungen, wie meineSPD.net besser kontrolliert werden könnte. Grund war Kritik an einem Parteivorsitzenden in dem Forum, die in den Medien zitiert wurde. Der Vorwärts lässt SPD-Mitglieder hingegen frei bloggen. Das führte etwa bei den Internet-Sperren zu massiver Kritik an der Parteilinie, bei der Schuldenbremse führte es zu einer guten Diskussion.

Absolut unangenehm aufgefallen ist, dass in letzter Zeit vermehrt Presseerklärungen von Bundestagsabgeordneten als Blog verwendet werden. Ich verstehe das Ziel, gute Qualität und direkte Informationen aus dem Bundestag haben zu wollen. Letztendlich verfolgen aber Pressemitteilungen und Blogs vollkommen unterschiedliche Ziele, wenn es es auch nicht auszuschließen ist, dass sich einzelne Pressemitteilungen auch für Blogs eignen. Pressemitteilung sollen vor allem das Interesse von Redakteuren wecken und haben eine enge stilistische Form. Blogs wiederum sind in ihrem Stil eher locker. In Pressemitteilungen geht es um die offizielle Linie der Fraktion, Blogs sind eher persönliche Kommentare. Presseerklärungen werden (in der Regel) von Mitarbeitern geschrieben, Blogs von den Abgeordneten selbst.

Schwierigkeiten bei neuen Wege der Kommunikation kennt Volker Gassner, bei Greenpeace zuständig für Presse, PR und New Media. In einem Vortrag auf der „re:publica 2008“ berichtet er von Sorgen von Kolleginnen und Kollegen vor Mehrarbeit, wenn auch auch noch Blogs bedient werden müssen. Die Ausgangslage für Greenpeace ist ähnlich der der SPD, jeder kennt den Namen und Berichterstattung in der Presse gibt es auch. Presseerklärungen hin oder her. Es geht bei Blogs nicht um zusätzliche Arbeit, sondern darum, Öffentlichkeitsarbeit auch anders zu machen.

Das Beispiel Bundestagsfraktion zeigt das Dilemma, in der sich die SPD befindet. Man kann sich darüber streiten, ob „nah bei den Menschen“ ein guter Claim ist, aber die Öffentlichkeitsarbeit ist nicht nah bei den Menschen, sie ist nah an der Presse. Und das ist auf jeden Fall nicht gut, erst recht nicht für eine Partei, die sich selbst als Mitgliederpartei bezeichnet. Die Abgeordneten sollten ihre Informationen mehr für die eigenen Mitglieder schreiben und weniger für die Presse. Was spricht dagegen, persönlich und direkt zu schreiben? Diese Debatte muss der Vorwärts anstoßen!

Der Vorwärts könnte dazu ein hervorragendes Angebot (auch) für Abgeordnete sein. Natürlich müssen diese engagiert sein, Blogs sind anders als Presseerklärungen. Sie sind persönlich, lockerer geschrieben und können Witz enthalten. Es muss aber auch attraktiv für Abgeordnete sein, und das sind die Blogs im Moment nicht. Übersichtlich und ansprechend sind die Blogs bei Zeit Online, beim Vorwärts sieht es noch zu langweilig aus. Zudem ist die Benutzerfreundlichkeit (Stichwort Editor) eher schlecht.

Die SPD hat mehr als 513.000 Mitglieder in ganz Deutschland. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind auf allen Ebenen aktiv. SPD.de zeigt von dieser lebendigen Partei wenig. Hier sollte der Vorwärts ansetzen. Ich stelle mir vor, wie jemand sich über die Partei informieren will. Es gibt keine Seite, die die Partei und ihr „Parteileben“ zumindest ansatzweise gut darstellt. Vorwärts.de könnte sich aber zu einem solchen Angebot entwickeln. „Vor Ort“-Artikel und Blogs sind eine gute Grundlage, aber das wirkliche Parteileben ist das noch nicht. Auch Diskussionen fehlen.

Der Vorwärts muss Motor in der Partei sein, mehr zu Schreiben, mehr an die Öffentlichkeit zu treten und mehr und offener zu diskutieren. So könnten eine Vielzahl von „Vor Ort“-Artikeln entstehen, die das Parteileben tatsächlich abbilden würden. Der Vorwärts könnte etwa gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Seminare zum Schreiben anbieten.

Stefan Niggemeier nennt seinen „unstillbaren Hunger nach Aufmerksamkeit“ als Grund für sein Bloggen, „oder, um es positiver und weniger egozentrisch zu sagen: nach Kommunikation“. Ist es nicht genau dieser Hunger nach Kommunikation das, was Sigmar Gabriel in seinem Brief an frustrierte Genossinnen und Genossen als Defizit der SPD bezeichnet?

Ein ziemlich interessantes Projekt ist everyblock.com. Die Website erzeugt automatisch journalistische Inhalte, in dem sie Informationen wie etwa Polizeiberichte automatisch auswertet. Das für den Vorwärts interessante daran ist, dass diese Inhalte mit Orten verknüpft werden, so dass jeder schnell und einfach sehen kann, was in seiner Nachbarschaft passiert. Artikel, Blogs, vielleicht auch Termine könnten bei vorwärts.de ebenfalls mit geografischen Daten verknüpft werden. Über eine Karte könnten User sehen, was in der Partei in ihrer Umgebung passiert, welche Aktivitäten es gibt. Ebenso wären Schnittstellen zu anderen Seiten der SPD interessant, damit etwa Artikel und Termine bei Vorwärts.de gebündelt werden können.

Das ist doch eine Vision: Vorwärts.de als zentrale Plattform für die Partei. Ein modernes Angebot mit der Möglichkeit zum Mitmachen wäre auch eine Antwort für das unbeliebte meineSPD.net. Eigene Community-Elemente könnten mit einer Kombination aus Anwendung bei Facebook und Facebook-Connect ein modernes und umfassendes Angebot zum Mitmachen und Diskutieren ergeben. Der Vorwärts wäre dann nicht mehr „Sprachrohr des Parteivorstandes“, sondern ein ein selbstständiges Diskussionsforum. Eine gemeinsame Strategie von Parteivorstand, Bundestagsfraktion und Vorwärts ist dazu unbedingt notwendig.

Stöckchen: Wir twittern uns einen

Jan 20, 2009   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein, Websites  //  3 Comments

Bereits vor längerer Zeit hat mir Marcus vom Wupperblog ein Stöckchen zugeworfen. Es geht um Twitter, ein so genannter Microblogging-Dienst. Die Idee dieses Dienstes ist die Frage “What are you doing?”. Eigentlich ist Twitter aber mehr, es bietet sich für alles an, was in sich 140 Zeichen ausdrücken lässt. Über die Bedeutung von Twitter werde ich jedoch später etwas schreiben.

1. Wie lautet Dein twitter-Name?
Ganz einfach, andreashelsper. So heiße ich, so heiße ich bei Facebook und StudiVZ, und so lautet auch der Titel meiner Website. Logischerweise also auch bei Twitter andreashelsper.

2. Seit wann twitterst Du?
Puh, schwere Frage. Ich weiß es so genau gar nicht, aber es muss der letzte Sommer gewesen sein. Vermutlich Juli.

3. Wieviele Tweets hast Du seit dem versendet?
Bis jetzt (20. Januar 2009, 10.03 Uhr) sind es genau 426 Updates.

4. Wie häufig twitterst Du am Tag / Woche / Monat?
Das kann so genau nicht gesagt werden. Mein letztes Update beispielsweise von Sonntag, manchmal sind es aber auch einige Updates pro Tag. In der Regel ist jedoch jeden Tag ein Update drin.

Update: Habe gerade Robert einen Gute Morgen gewünscht.

5. Welches twitter-Tool nutzt Du?
In der Regel die Web-Eingabe auf Twitter.com, manchmal aber auch TwitterFox.

6. Wievielen Personen followst Du?
Ich followe 248 Personen.

7. Wieviele davon kennst Du auch persönlich?
Das weiß ich gar nicht so genau. Ich schätze zehn bis 20.

8. Wieviele Personen followen Dir?
Jetzt gerade followen mir 161 Personen.

9. Aus welchen Gründen folgst Du?
Das ist unterschiedlich. Ich followe Personen, die mich followen. Natürlich nur, wenn es sich dabei nicht um Spam oder Werbung handelt. Dann Wuppertalerinnen und Wuppertaler, denn es ist interessant was andere in der Stadt machen und denken (und ob in Ronsdorf Schnee liegt). Natürlich auch Freunde, die ich persönlich kenne. Ebenfalls folge ich politischen Personen, beziehungsweise politisch genutzte Accounts. Außerdem sind informative Accounts zu nennen, beispielsweise die Updates von DerWesten oder der taz. Und, Last but not least: Privatbrauerei Moritz Fiege.

10. Nutzt Du neben twitter auch noch andere Dienste?
Im Bereich Microblogging nur Twitter. Ansonsten habe ich Accounts bei Facebook, Xing und StudiVZ, obwohl nur Facebook wirklich richtig genutzt wird.

11. Was bedeutet für Dich twittern?
Freunde und Bekannte verfolgen, und sehen was sie machen. Weiterhin ist twittern für mich auch das Bekommen von Information.

12. Wie bist Du zum Twittern gekommen?
Bastian erzählte mir davon. Ich habe es angefangen und was anfangs noch skeptisch, aber diese ist inzwischen komplett verflogen.

13. Was machst Du mit fremdsprachigen Followern aus dem Ausland?
Nichts anderes als mit Followern aus dem Inland. Wenn es interessant ist followe ich auch.

Und zum Schluss noch die beiden Thommy-Special-twitter-Fragen:

14. Was ist dein bisheriger Lieblingstweet?
Dieser kommt von muentefering. Allerdings steckt dahinter nicht Franz Mpntefering selbst, sondern ein Mitarbeiter einer Berliner PR-Agentur (siehe ‘muentefering” bei twitter’).

muentefering Die @linkspartei folgt mir. Für eine Partei ohne Programm auch nicht weiter verwunderlich.

15. Empfehle einen Follower!
Ach ne, das kann ja nichts werden. Da gibt es zu viele. Empfehlen möchte ich aber Wupperblog, der mir das Stöckchen zugeworfen hat. Allerdings nicht deshalb, etwa als Dankeschön, sondern weil ich solche Stadtblogs gut finde und solche vielleicht in (leider) so monotonen Presselandschaft wie beispielsweise Wuppertal eine wichtige Funktion übernehmen könnten.

Das Stöckchen möchte ich gerne an zwei Personen weiterwerfen. Zu erst an Markus Trumann, der den Blog Einfach Nachhaltig, einem Marktplatz und Nachrichtendienst für nachhaltigen Lifestyle, betreibt. Ich finde die Idee ziemlich gut, denn viele Produkte, aber auch der Blickpunkt vieler Konsumenten, sind auf kurzfristiges Nutzen fixiert. Außerdem werfe ich das Stöckchen an Christian Soeder mit seinem Blog Subjektivitaeten .

Relaunch von SPD.de

Jan 16, 2009   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein, Politik, Websites  //  No Comments

Mit dem Relaunch von SPD.de am Donnerstag hat die Partei ihren Platz als Internetpartei verteidigt und den Vorspruch deutlich ausgebaut. Aber: Es gibt noch einiges zu tun!

Am Donnerstag um 12.53 Uhr war es soweit: Ich lud SPD.de und fand die Homepage bereits im neuem Layout vor. Um 13 Uhr erneut geladen, doch: „This Service is not available“. Nun gut, selbst das beste Kind hat Kinderkrankheiten. Hier wird hoffentlich noch nachgearbeitet. „This Service is not available“ bedeutet aber auch, dass der Server überlastet ist. Zu viele Anfragen, also großes Interesse. Tatsächlich hatte SPD.de innerhalb der ersten 24 Stunden über eine Millionen Besucher.

Dies wurde schon am Mittwoch geweckt, hervorgerufen durch einen Artikel bei focus.de und im Blog von Nico Lumma. Zahlreiche Blogeinträge folgten. Als ich am Mittwoch bei Twitter von dem Relaunch erfahren habe war mein erster Gedanke „Ach ne, nicht schon wieder neue Farben“. Der zweite Gedanke: „Es kann aber eigentlich nur besser werden.“ Nach dem angenehmen Königsblau habe ich mich mit dem Grau nie anfreunden können. Die neuen Töne wirken frisch und modern. Ein guter Auftakt für die anstehenden Wahlkämpfe.

Das neue SPD.de ist aber mehr als nur neue Farben. Es ist deutlich übersichtlicher, die Bilder sind größer und große Icons verweisen auf wichtige Inhalte. Direkt eingebunden ist auch das überaus gelungene Wahlkampfvideo der SaarSPD. Wirklich hervorragend!

News zu Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und zur Europawahl sind in der Mitte der Homepage zu finden, zentral und an der richtigen Stelle. Dort ist auch meineSPD.net verlinkt.

Aha, das Mitmachen also an zentraler Stelle?!

Das Signal ist gut und geht in die richtige Richtung. meineSPD.net bietet Foren zum Diskutieren und einige Missionen. Für den Wahlkampf muss aber auch die konkrete Möglichkeit zum Mitmachen aufgezeigt werden. Hier tut sich meineSPD.net noch etwas schwer. Sicherlich sind hier auch die Gliederungen gefragt, aber auch SPD.de ist hier nicht eine Anlaufstelle, sondern nach dem Überzeugen mit Inhalten muss das Mitmachen folgen. Es gibt noch einiges zu tun.

Wichtig ist aber auch das so genannte Web 2.0. Hubertus Heil, Ralf Stegner und neuerdings auch Thorsten Schäfer-Gümbel twittern bereits erfolgreich. Bei Facebook können Kandidatinnen und Kandidaten wie Frank-Walter Steinmeier oder Thorsten Schäfer-Gümbel unterstützt werden. Es gibt auch schon einige Profile von Politikern, doch Glaubwürdig sind diese nur, wenn sie von den Politikern selbst, und nicht von Mitarbeitern gestaltet werden. Kajo Wasserhoevel macht es vor. StudiVZ und MeinVZ sind hingegen völlig irrelevant. Facebook und Twitter haben hingegen großes Potenzial. Hier kann sich meineSPD.net einiges abgucken, auch eine Verknüpfung zwischen SPD.de, meineSPD.net, social networks und Blog einzelner Genossinnen und Genossen macht Sinn.

Fakt ist: Die SPD hat ihren Platz als DIE Internetpartei verteidigt und den Vorsprung deutlich ausgebaut. Doch die anderen Parteien werden folgen. Potenziale gibt es, und weiterhin heißt es: Anpacken für die SPD als Internetpartei.

(Erschienen am 10. Januar 2009 bei vorwaerts.de/meinung)

“muentefering” bei twitter

Sep 13, 2008   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein  //  2 Comments

http://twitter.com/muentefering

http://twitter.com/muentefering

Ich habe ja schon oft hier erwähnt, dass ich auch bei twitter aktiv bin. Neuerdings schreibt dort auch Müntefering, so sieht es zu mindestens aus.

Besonders finde ich sein Kommentar zu der Tatsache, dass auch die Linkspartei ihm auf twitter folgt: “Für eine Partei ohne Programm auch nicht weiter verwunderlich”.

Hinter dem Account steckt allerdings nicht Franz Müntefering selbst, sondern ein Mitarbeiter einer Berliner PR-Agentur. Darüber berichtet nun die Berliner Zeitung.

Update 1: Es haben wohl auch einige gedacht, sie hätten es mit dem echten Müntefering zu tun. Ist aber nicht weiter schlimm. Ypsilanti telefoniert schließlich auch mit falschem Münte.

Update 2
: Telefoniere am Montag auch mit Andrea Tricksylanti Ypsilanti. Allerdings als Franz Maget. Übe jetzt weiter bayrischen Dialekt.

Fricke und Solms haben nicht richtig gedacht.

Aug 30, 2008   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein  //  2 Comments

Das Internet ist schön. Web 2.0 auch. Auch viele Politiker produzieren mittlerweile Videos für das Internet, wie besispielsweise Fricke und Solms von der FDP. Der Clip ist echt nett gemacht, aber die Herren Politiker haben mal wieder nicht zu Ende gedacht.

Natürlich ist bei Elektro-Autos die Frage, woher die Energie kommen soll, noch nicht endgültig geklärt. Hier aber die Atomkraft wieder zu Hilfe holen ist auch falsch. Sie erzeugt zwar weniger CO2, aber die Frage der Endlagerung ist weiterhin ungeklärt. Wohin soll der ganze Atommüll? Das es zu Problemen kommt sehen wir ja im Endlager Asse. Leider fehlen Fricke und Solms hier die Antworten.

Wenn Deutschland aber tatsächlich ein Technologie-Land ist, und davon bin ich überzeugt, dann sollten wir die Energieeffizienz deutlich erhöhen. So können wir dann auch die Elektro-Autos mit Energie füttern.

Eine Verlängerung der Laufzeiten bringt nur den Energiekonzernen und ihren Aktionären etwas. Die Bürgerinnen und Bürger haben davon nichts. Die Energiepreise werden doch nicht gesenkt, lediglich die Dividende der Akionäre und die (erfolgsabhängigen) Managment-Gehälter der Energiekonzerne. Und auf den Kosten und den Gefahren der Endlagerung bleiben letzendlich die Bürgerinnen und Bürger sitzen.

Bitte demnächst weiterdenken. Wer sich das Video trotzdem ansehen möchte:

Neues Design – mit Twitter

Aug 26, 2008   //   by Andreas Helsper   //   Allgemein, Websites  //  5 Comments

Arbeite gerade an einem neuen Design für meinen Blog. Wichtig ist mir die Integration von Twitter. Bin selbst mal gespannt.

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